Nehmen wir mal an, man möchte mit seinem Linux-PC eine Dummy-Webcam, also eine virtuelle statt echte Kamera betreiben, um z.B. bei Skype Video-Clips einspielen zu können oder bei Chatroulette.com sein Unwesen zu treiben. Für solche Fälle habe ich einen Gerätetreiber gefunden und ein wenig damit herum gespielt. Das Projekt nennt sich AVLD (Another Video Loopback Device) und bietet ein Kernel-Modul, das man einbinden und für diverse Zwecke verwenden kann. Neben dem einfachen “Vorgaukeln” einer Webcam für verschiedenste Programme kann man sogar Videos auf diesem Device ausgeben. Es erscheint dem Betrachter dann wie gerade live aufgenommen.
Die Vorgehensweise:
1. Installation
Ich nutze derzeit openSUSE 11.2 (i586). Leider existiert derzeit noch kein offizielles RPM für AVLD, daher muss es von Hand kompiliert werden. Zur Vorbereitung wurden die RPMs “gcc”, “make”, “patch” und “kernel-source” installiert. Außerdem wurde natürlich die aktuellste Version von AVLD (momentan 0.1.4) heruntergeladen und entpackt.