09. Nov
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Do Follow – Ein Resümee

Vor einiger Zeit entschloss ich mich, mein Blog zu einem “Do Follow”-Blog zu machen. Dies stellte ein Angebot für alle Besucher dar: “Bring’ Dich in die Diskussion ein und werde mit einem Backlink belohnt”, so hieß es in der Ankündigung.

Seit der Umstellung auf “Do Follow” habe ich in diesem Blog etwas über 100 Kommentare genehmigt und veröffentlicht. Zahlreiche weitere Kommentare waren einfach nur dämlich und wurden von mir als Individual-SPAM klassifiziert. Dazu kommen noch klassische SPAM-Kommentare in 4-stelliger Höhe, die direkt durch Akismet gefiltert wurden.

Von diesen 100 Kommentaren, die ich zugelassen habe, habe ich bei einigen vor der Veröffentlichung die Author-URL entfernt, vor allem dann, wenn der Beitrag keinen Mehrwert enthielt und/oder es dem Kommentator nicht primär um den Artikel, sondern in erster Linie um seinen Backlink ging. Oft ließ sich das sehr leicht durch den Referrer nachvollziehen, denn viele dieser Besucher kamen direkt von Websites, die Do-Follow-Blogs listen. Ich gehe (mehr oder weniger subjektiv) davon aus, dass ca. 1/4 der Kommentare ausschließlich für das Setzen von Backlinks gepostet wurden, und das ist noch wohlwollend entschieden.

Ich sehe derzeit die Qualität dieses Blogs in Gefahr.

DoFollow-Blogs sind – nach meiner ganz persönliche Erfahrung – für Suchmaschinen-Optimierer und Werbetreibende lediglich Kanonenfutter. Daher werde ich die DoFollow-Funktion ab sofort wieder deaktivieren und freue mich auf Kommentare, die geschrieben werden, weil Interesse am Content besteht.

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Veröffentlicht in: Stuff

Über den Autor:

Beruflich arbeite ich als Premium Support Engineer bei Novell. Seit 2008 schreibe ich in diesem privaten Blog über Linux, Software, Programmierung, Suchmaschinen-Optimierung und über alles, was mir außerdem an IT-Themen begegnet. Darüber hinaus blogge ich hier auch über meine Hobbies, meine Meinung zu Filmen, Musik und was mir sonst so vor die Flinte kommt.

13 Kommentare zu "Do Follow – Ein Resümee"

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  1. Michael sagt:

    Hi Thomas,

    mache das nicht. Der dofollow Blog hat doch noch eine ganze Reihe anderer Vorteile. Lass uns nachher mal reden.

    Gruß
    Michael

  2. Tobi sagt:

    Hm habe meinen Blog vor einigen Monaten auch auf Do Follow gestellt und bin auch vom System des Gebens und Nehmens überzeugt, weshalb mein Blog auch Do Follow bleiben wird. Aber deine hier genannte Problematik kenne ich leider auch zu gut.

    An manchen Tagen kommen auf 2 hochwertige Kommentare 8 extrem Dumme…

    Bisher mache ich mir einfach die Mühe und sortiere aus und entferne Keywords.

    Finde es allerdings schade, wenn du umstellst ;) So verliere auch ich einen Backlink, aber es ist ja auch dein Blog und deine Entscheidung…

    Gruß Tobi

  3. Max sagt:

    Hallo.
    Ich kann deine Entscheidung natürlich auch verstehen, finde es allerdings ebenfalls Schade. :)
    Was ich toll finde ist, daß du dir die Zeit nimmst und uns Lesern ein kurzes Fazit vorstellst und uns deine Beweggründe mitteilst. Das wird in anderen Blogs teilweise ziemlich geräuschlos umgestellt sobald der Blogger die Nase voll hat von Spam.
    Also danke sehr dafür.
    Gruß, Max

  4. Olaf Peterson sagt:

    Mir ist das egal ob ein Blog was vererbt oder nicht. Leute die nur wegen einem Backlink schreiben haben so oder so nichts verstanden. Natürlich freue ich mich aber trotzdem auf einen Backlink, wer tut das nicht.

  5. Escort sagt:

    Ich finde es auch einfach nur sinnlos, wenn man einfach nur “seinen Senf” dazu abgibt, anstatt sich Gedanken zu dem Thema zu machen und bereichernd zu posten. Das müllt den eigenen Blog einfach nur zu.

    Verständlich jedoch ist, dass viele Spammer die Gelegenheit nutzen.

    Für mehr Niveau (–> oder doch niwo?!) im Web!

    Gruß

  6. Ob jemand seinen Blog auf follow stellt oder nicht, sollte ihm schon selbst überlassen sein. Mach es nicht von andren Meinungen Abhängig (auch wenn diese gut gemeint sind). Es liegt bei dir, ob du mehr arbeit durch die Freischaltung investiert und dir alles nochmal durchliest oder es den Blog kurz mal durchkehren kannst…was bei no-follow einfach einfacher ist :-).
    Aber mal eine Frage: Hast du denn in der Zeit, in der du auf Dofollow gestellt hast, Veränderungen beim Ranking bemerkt? Vielleicht können sich auch jene hier melden, die aufgrund von Links in Dofollow Blogs ein positives oder neutrales Ergebnis erzielt haben.

    • Thomas Schulte sagt:

      Sagen wir mal so: In der Zeit, in der dofollow aktiv war, sind mehr Besucher auf meiner Site gelandet, als in den Monaten zuvor. Dofollow ist jedoch nicht das Einzige gewesen, das ich an meiner Site getan habe. Neue Artikel, erhaltene Backlinks usw. zählen hier natürlich auch. Außerdem geht die Kurve weiter nach oben, obwohl Dofollow bereits wieder abgeschaltet ist.

      Mag sein, dass Dofollow bei einem komplexen und bereits stark besuchtem Blog irgendwelche Auswirkungen (positiv oder negativ) hat. Bei diesem Blog hat es wohl weder auffällig geholfen noch geschadet. Aber sauberer ist es jetzt wieder. :-)

  7. Mujica sagt:

    Bei dieser Domain sollte man sich eigentlich nicht so zieren, wenn Kommentare nicht so inhaltsstark sind. An “nofollow” geht die Welt nicht zugrunde.

    • Thomas Schulte sagt:

      Verstehe ich nicht. Der Domain-Name steht doch nicht automatisch stellvertretend für hoch- oder minderwertige Inhalte einer Site.

  8. Nein, eigentlich ist der Domainname ja sogar anziehen und damit ansprecheder für die Jugend, die genau nach sowas googelt :-P

    Klar wurde dein Blog mal kurzfristig öfter besucht,den Grund kannst du dir ja denken. Aber wenns ja so sauber bleibt,never change a running…blog ^^

  9. SEO Schulungen sagt:

    Hallo zusammen!

    Selbstverständlich steht es jedem Blogbetreiber frei eine Entscheidung zu treffen, ob ein Blog als dofollow oder nofollow Blog geführt wird, hier kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen.

    Auch wenn ein dofollow Blog mit Sicherheit etwas mehr Arbeit bringt, so bringt ein dofollow Blog viele Vorteile, die sich zu 100% im Ranking auswirken. Dies haben wir über einen langen Zeitraum analysiert, denn auch wir betreiben verschiedene Blogs.

    Ob ein Blogger diese Vorteile nutzen möchte oder nicht, sofern er davon überhaupt weiss, muss er entscheiden.

    Gruß
    Dominik

  10. Thomas Schulte sagt:

    Dominik, was sollen denn die Vorteile sein?

  11. Markus sagt:

    Na ja ehrlich gesagt hast du mit deiner Seite einen kleinen gewissen Status erlangt wo du vielleicht von anderen Websites schon freiwillig verlinkt wirst. Jemande der seinen nicht bekannten Blog oder Seite etwas pushen möchte, sind doch do-follow Kommentare eine kleine Hilfe.
    Sag nicht, dass du keine Backlinks auf anderen Website hinterlassen hast. :)

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