23. Feb
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Unterschiedliche Browser-Fenster-Größen simulieren

Gelegentlich frage ich mich bei dem ein oder anderen Webprojekt, ob meine Besucher mit ihren Bildschirmen und Fenster-Größen überhaupt alle Inhalte so sehen können, wie ich mir das vorgestellt habe. Entwickelt man Websites oder Themes beispielsweise auf einem 24″-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920×1200 Pixeln und nutzt die gesamte Breite aus, ist es logisch, dass ein Besucher mit seinem 11″ MacBook Air (Auflösung 1366×768) einen ca. 550 Pixel breiten Streifen gar nicht sehen kann. Ergebnis: Der Besucher muss scrollen. Vielleicht macht er das sogar. Vielleicht ärgert er sich aber auch und zieht weiter. Damit ist er dann (wahrscheinlich für immer) für diese Site verloren.

Google Labs hat eine Website veröffentlicht, die helfen soll, die Maße einer Website besser darstellen und deuten zu können. Dazu gibt man zunächst die URL der zu testenden Site oben links in das Eingabefeld ein. Nachdem die Seite geladen wurde, wird sie zusammen mit einem Overlay, das unterschiedliche Fenster-Größen visualisiert, angezeigt. Genauer gesagt, geht es nicht um die Größe des Bildschirms oder des Browsers, sondern um die sog. “client size area”, also den Inhaltsbereich eines Browsers, ohne Adressleiste, Menü, Statusleiste etc. Die Deckkraft des Overlays kann in vier Stufen eingestellt werden.

Diese Seite wird am besten verwendet, indem man die zu untersuchende Webseite lädt und dann das Browserfenster manuell vergrößert oder verkleinert. Das MyNakedGirlfriend-Blog wird zentriert dargestellt und besitzt – je nach verwendeter Browser-Größe – unterschiedlich breite Ränder auf der linken und rechten Seite. Ich verkleinere beim Testen daher meinen Browser so weit, dass die seitlichen Ränder verschwunden sind und jede weitere Verkleinerung ein Verdecken von Inhalt zur Folge hätte. Dann kann ich am Overlay ablesen, in welchem Breitenbereich ich mich befinde und kann anhand der Prozentzahl erahnen, wie viele Benutzer mit den jeweiligen Browser-Fenster-Größen tatsächlich arbeiten.

 Browser-Fenster-Größen

Dieses Blog nutzt weitestgehend ein gekauftes Theme mit recht komplexen Strukturen, daher werde ich tunlichst die Finger von den globalen Fenster-Größen-Einstellungen lassen. Aufgrund dieser Entscheidung habe ich mich aber indirekt gleichzeitig dazu entschieden, meine Website für “nur” 90% der Websurfer zu optimieren. Die anderen 10% nutzen Browser mit geringerer Auflösung und können nicht alles reibungslos darstellen. Ich betrachte 90% als einen fairen Wert, der für einen Großteil der User funktioniert. Ehrlich gesagt habe ich auch kein Interesse daran, jede erdenkliche (geringere) Auflösung bedienen zu können. Eine zeitgemäße IT-Ausstattung sollte schon bei einer möglichen Auflösung von mindesten 1024 Pixeln Breite liegen (Smartphones ausgenommen – das ist ein anderes Thema).

Quelle: http://browsersize.googlelabs.com/

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Veröffentlicht in: IT / Technology

Über den Autor:

Beruflich arbeite ich als Premium Support Engineer bei Novell. Seit 2008 schreibe ich in diesem privaten Blog über Linux, Software, Programmierung, Suchmaschinen-Optimierung und über alles, was mir außerdem an IT-Themen begegnet. Darüber hinaus blogge ich hier auch über meine Hobbies, meine Meinung zu Filmen, Musik und was mir sonst so vor die Flinte kommt.

5 Kommentare zu "Unterschiedliche Browser-Fenster-Größen simulieren"

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  1. t3n.de/socialnews | 23.02.2012
  1. Na ich weiß nicht, ob die Seite wirklich so einen großen Nutzen hat. Eventuell mal, um spaßeshalber drüberzuschauen, aber mit einigen Firefox Addon bin ich eigentlich zufrieden…Größe einstellen, fertig :-)

    • Thomas Schulte sagt:

      Und da hast Du den Nutzen schon selbst genannt: Die Website ist (nahezu) Browser-unabhängig und kommt ohne Plugins aus. :-)

  2. Nicht, wenn ich das CSS umstelle :-P

  3. Navadas sagt:

    Naja bevor ich eine mir unbekannte Seite dort eingebe. Scroll ich doch einfach. Soviele werden daran nicht verloren gehen. Bin dann auch eher der mit Addon und Größe verstellen.

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